Fortbildung zum Lungenkrebs-Screening

Vor wenigen Tagen haben wir die Fortbildung zur Lungenkrebs-Früherkennung absolviert. Die zuständige Kassenärztliche Vereinigung hat daraufhin bestätigt, dass wir Patientinnen und Patienten zum neuen Lungenkrebs-Screening beraten und bei Bedarf zur weiteren Untersuchung überweisen können.

Damit bieten wir in unserer Praxis eine neue Zusatzkompetenz für Menschen mit erhöhtem Lungenkrebsrisiko an!

Das Screening richtet sich an aktive und ehemalige starke Raucherinnen und Raucher. Gesetzlich Versicherte im Alter von 50 bis unter 76 Jahren können die Untersuchung unter bestimmten Voraussetzungen nutzen. Dazu zählen unter anderem eine lange Rauchdauer und eine bestimmte Zahl sogenannter Packungsjahre. Ein Packungsjahr bedeutet: eine Packung Zigaretten pro Tag über ein Jahr.

Lungenkrebs gehört zu den häufigsten schweren Krebserkrankungen. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 58.000 Menschen neu daran. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Männern bei etwa 71 Jahren und bei Frauen bei etwa 69 Jahren. Rauchen gilt als wichtigster Risikofaktor.

„Je früher wir einen unklaren Lungenprozess erkennen, desto besser ist häufig die Prognose“, sagt Gary Bogi. „Deshalb ist es wichtig, Risikopatientinnen und -patienten gut zu beraten und ihnen einen sicheren Weg in die Früherkennung zu eröffnen.“

Vor der Untersuchung steht die Beratung in unserer Praxis. Wir klären, ob das Screening infrage kommt, sprechen über Nutzen und mögliche Risiken und dokumentieren die medizinischen Voraussetzungen. Wenn die Kriterien erfüllt sind, stellen wir eine Überweisung zur Radiologie aus. Dort erfolgt eine Low-Dose-Computertomographie des Brustkorbs, also eine Niedrigdosis-CT des Thorax.

Der weitere Ablauf ist dann streng geregelt: Radiologinnen und Radiologen beurteilen die CT-Aufnahmen nach festen Qualitätskriterien. Bei auffälligen oder kontrollbedürftigen Befunden wird eine zweite unabhängige Einschätzung eingeholt. Mit Zustimmung der Patientin oder des Patienten können Bilder und Befunde zusätzlich an ein spezialisiertes Lungenzentrum weitergeleitet werden.

Heißt: Wer viele Jahre geraucht hat oder früher stark geraucht hat, kann das Thema gern beim nächsten Termin in unserer Praxis ansprechen. Wir prüfen gemeinsam, ob das Lungenkrebs-Screening infrage kommt.